Softwarequalität

- Wann ist eine Software gut?

Softwarequalität bezeichnet die Güte einer Software. Wann ist sie gut, wann schlecht? Die richtige Antwort hängt von dem Ausmaß ab, mit dem sie die an sie gestellten Softwarequalitätsanforderungen erfüllt. Erfüllt eine Software die individuellen Softwarequalitätsanforderungen in hohem Maße ist sie gut. Tut sie das nicht, ist sie schlecht.

Was sind Softwarequalitätsanforderungen?

Das sind Anforderungen, die vorgeben, wie gut eine Software die funktionalen Anforderungen erfüllen muss. Softwarequalitätsanforderungen legen z.B. fest, dass eine Software alle funktionalen Anforderungen vollständig zu erfüllen hat. Sie beinhalten aber auch Anforderungen an die Zuverlässigkeit, die Benutzbarkeit, die Effizient, die Änderbarkeit oder die Übertragbarkeit einer Software.

Was ist bei der Definition einer Softwarequalitätsanforderung zu beachten?

Zum einen muss eine Softwarequalitätsanforderung zu anderen Anforderungen oder zu den Projektrandbedingungen passen. Zum anderen muss sie prüfbar sein. Warum? Nur prüfbare Softwarequalitätsanforderungen ermöglichen einen Test und damit einen Nachweis, ob eine Software eine Softwarequalitätsanforderung erfüllt oder nicht. Damit können nur prüfbare Softwarequalitätsanforderungen das Ausmaß ermitteln, mit der eine Software die an sie gestellten Anforderungen erfüllt. Damit wiederum, gestatten nur prüfbare Softwarequalitätsanforderungen die Qualität einer Software zu bestimmen.

Wie können prüfbare Softwarequalitätsanforderungen definiert werden?

Metriken machen es möglich. Eine Metrik bildet die Güte einer Softwareeigenschaft in eine Zahl ab. Es existieren viele verschiedene Metriken. Eine bekannte und zugleich einfache Metrik ist die Fehlerrate. Die Fehlerrate bezeichnet die Anzahl Fehler pro 1000 Zeilen Code (LOC). Viele Spezifikationen nutzen diese Metrik. Allerdings hängt die vorgeschriebene Fehlerrate von der Art der Software ab.

Fehler & Fehlerraten

Eine Fehlerrate < 0,5 Fehler pro 1000 LOC fordern viele bei Software, deren Fehler Menschen das Leben kosten könnte. Mit Ausnahme des Webbereichs ist eine Fehlerrate zwischen < 2 und 6 Fehlern pro 1000 LOC üblich. Im Webbereich ist oft auch eine Fehlerrate zwischen 6 und 10 Fehler pro 1000 LOC zugelassen. Programme gelten als unbrauchbar, wenn sie mehr als 10 Fehler pro 1000 LOC beinhalten.

Tests

Fehler werden in Tests gefunden. Viele werden nach der Codierung durchgeführt. Gefundene Fehler leiten Tester an Softwareentwickler weiter. Jene beheben sie und übergeben die korrigierte Software erneut an die Tester. Viele prüfen auf diese Weise die erforderliche Qualität in eine Software hinein. Dieses Verfahren ist allerdings zeitraubend und teuer.

Vorgehensmodells

Besser ist es von vorne herein Maßnahmen zu ergreifen, die Fehler vermeiden helfen. Dazu gehört z.B. die Einführung eines Vorgehensmodells. Außerdem sollte nicht erst in der Testphase nach Fehlern gesucht werden. Experten fanden heraus, dass die Behebung von Fehlern umso teurer ist, je später sie im Lebenszyklus gefunden werden.

Bilder von Softwarequalität

So sehen Softwarequalitätstester im Einsatz aus:

Softwarequalitätstester prüfen die Softwarequalität.